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Yerba Maté vs. grüner Tee: welcher ist gesünder?

15. 5. 2025 5 Minuten Lesen
Immer mehr von uns suchen nach Möglichkeiten, sich in hektischen Zeiten auf natürliche Weise wieder munter zu machen. Es gibt zwar viele Nahrungsergänzungsmittel, aber manchmal kann es sich lohnen, bei Kräutern zu bleiben, die schon von Generationen vor uns verwendet wurden. Unter ihnen nimmt Yerba Maté zusammen mit grünem Tee einen Ehrenplatz ein.

Beide Getränke bieten viele gesundheitliche Vorteile, wobei sich beide leicht unterscheiden.

Was ist Yerba Maté?

Yerba Maté ist ein traditionelles Getränk aus Südamerika, das seit Jahrhunderten verwendet wird. Es wird aus den Blättern der paraguayischen Stechpalme gewonnen, die hauptsächlich in Argentinien, aber auch in Paraguay, Uruguay und Südbrasilien beheimatet ist. Für die indigenen Guaraní-Stämme war dieses Getränk ein heiliges Geschenk der Götter. Aus diesem Grund wird es auch als "Getränk der Götter"  bezeichnet. Sie benutzten es nicht nur, um sich aufzumuntern, sondern auch, um den Hunger zu bekämpfen. In den südamerikanischen Ländern wird Yerba Maté bis zu sechs Mal mehr als Kaffee getrunken. Der Durchschnittsargentinier trinkt unglaubliche zwei Liter pro Tag.

Die traditionelle Zubereitung von Yerba Maté ist wie ein kleines Ritual. Dabei werden getrocknete Blätter in ein spezielles Gefäß mit dem Namen Kalebasse (früher aus einem Kürbis, heute eher aus Keramik) gegeben und mit etwa 70 °C heißem Wasser übergossen. Das so entstandenes Getränk wird mit einem Metallstrohhalm mit Filter, einer sogenannten Bombilla, getrunken. Auf diese Weise werden alle wichtigen Inhaltsstoffe optimal extrahiert. Heutzutage kann man die Yerba Maté auch einfacher mit einer French Press, einem Sieb oder in Form von Teebeuteln zubereiten.

Der Geschmack von Yerba Maté ist kräftig, erdig und krautig und erinnert ein wenig an grünen Tee. Je nach Zubereitungsart kann er ausgeprägter oder milder sein. Für diejenigen, die gerade erst mit dem Verzehr des "Getränks der Götter" beginnen, ist er oft zu stark. Wenn man sich aber erst einmal an den Geschmack gewöhnt hat, wird man gerne eine weitere Tasse zubereiten, egal ob es sich um 100 % Yerba Maté oder die Kräutermischung handelt, in der er enthalten ist.

Was ist Grüner Tee?

Der aus Asien stammende grüne Tee ist eines der ältesten Getränke der Welt. Schon viele Generationen vor uns wussten von seinen Vorteilen. Seine Geschichte reicht sogar mehr als 5.000 Jahre zurück. Laut einer chinesischen Legende entdeckte Kaiser Shen-Nong den Tee, als Teeblätter in sein heißes Wasser fielen und er feststellte, dass das Wasser dadurch irgendwie besser schmeckte. Grüner Tee enthält im Gegensatz zu schwarzem Tee weniger Koffein und mehr von der wohltuenden Aminosäure L-Theanin.

Nach der Ernte werden die Teeblätter schnell erhitzt, um die Oxidation zu verhindern. Auf diese Weise bleibt ihre grüne Farbe erhalten und die meisten der wertvollen Inhaltsstoffe werden nicht zerstört. Die unterschiedlichen Verarbeitungsprozesse in den verschiedenen Teeregionen beeinflussen sowohl das Aroma als auch das Geschmacksprofil des Tees.

Im Allgemeinen ist der Geschmack von grünem Tee mild, frisch und leicht grasig. Je nach Herkunft kann er auch blumige, fruchtige oder nussige Noten aufweisen. Japanische grüne Tees sind für ihr starkes, an Algen erinnerndes Umami-Aroma bekannt, während chinesische Sorten in der Regel milder und süßer sind.

Die Zubereitung von grünem Tee ist im Vergleich zu Yerba Maté einfacher. Die Teeblätter werden einfach mit 6͏0-80 °C heißem Wasser aufgegossen und 1-2 Minuten ziehen gelassen. Zu heißes Wasser oder eine zu lange Ziehzeit kann zu einem bitteren Geschmack führen. Sowohl grüner Tee als auch Yerba Maté können mehrmals aufgegossen werden, in der Regel zwei- oder dreimal, bevor sie ihren Geschmack verlieren.

Unterschiede zwischen den o.g. Getränken

 

Yerba Maté vs. grüner Tee

 

Wenn jemand auf der Suche nach einer natürlichen Energiequelle für den Tag ist, ist es gut zu wissen, dass Yerba Maté mehr Koffein enthält als grüner Tee. Denn Yerba Maté enthält etwa 42 mg Koffein pro Tasse im Vergleich zu 35 mg in grünem ͏Tee.

Außerdem sorgt Yerba Maté für eine bessere Konzentrationsfähigkeit des Körpers. Im Gegensatz zu typischen koffeinhaltigen Getränken, die zu einem schnellen Energieschub und einem anschließenden Energieabfall führen. Grüner Tee mit seinem geringeren Koffeingehalt ist gut für einen "sanften Kick". Er eignet sich daher ideal für alle, die nur einen leichten Energieschub suchen oder in den späteren Stunden einen „Kick up“ brauchen. Darüber hinaus enthält grüner Tee die gesundheitsfördernde Aminosäure L-Theanin.

Yerba hat eine bessere Nährstoffzusammensetzung

Yerba Maté ist ein Nährstoffschatz. Schon eine Tasse liefert eine gute Dosis an Antioxidantien und Aminosäuren, die zur Erfrischung des Körpers beitragen. Der grüne Tee ist außerdem reich an Antioxidantien, was unter anderem zu einer normalen Sehkraft beiträgt.

Beide Getränke bieten bemerkenswerte gesundheitliche Vorteile

Yerba Maté unterstützt die normale Funktion des Herz-Kreislauf-Systems und hilft darüber hinaus, überschüssiges Wasser aus dem Körper zu beseitigen. Sie ist gleichermaßen wirksam bei der Bekämpfung von geistiger und körperlicher Müdigkeit. Nicht zuletzt ist Yerba Maté ein großartiger Energiespender und hilft auch bei der Gewichtskontrolle.

Grüner Tee ist gut für die Frauengesundheit und hilft wie Yerba Maté bei der Gewichtskontrolle, da er im Körper überschüssiges Wasser ausscheidet. Er trägt auch zur Gesunderhaltung des Gefäßsystems und zur Regulierung des Cholesterin- und Blutzuckerspiegels bei. Ebenso trägt reiner grüner Tee zum Aufbauen einer gesunden Darmflora und zur Gesunderhaltung des Darmtrakts oder des Herzens bei. Da er nährend für die Haut ist, wird er häufig kosmetischen Produkten zugesetzt.

Unterschiede in der Zubereitung

Die Zubereitung dieser beiden Getränke ist unterschiedlich, und für manche Verbraucher ist dies Schlüsselfaktor . Die Zubereitung von Yerba Maté dauert etwas länger als die von grünem Tee, der nur wenige Minuten braucht. Yerba Maté muss mindestens fünf Minuten lang in etwas kaltem Wasser geweicht werden, bevor Sie die Kalebasse mit 70°C warmem Wasser füllen. Er kann noch etwa fünfmal aufgegossen werden, bevor die Blätter ihren Geschmack verlieren. Bei den intensiven Varianten, wie zum Beispiel der  Yerba Maté - Zitrus, kann man bis zu zehn Aufgüsse machen.

Grünen Tee zuzubereiten ist viel einfacher. Sie benötigen entweder Teebeutel oder ein Sieb, in dem Sie den Tee Ihrer Wahl zubereiten können. Beliebt ist zum Beispiel grüner Tee in Kombination mit Drachenfrucht. Die empfohlene Wassertemperatur liegt zwischen 70 und 80 °C, in keinem Fall sollte das Wasser kochend sein. Die Ziehzeit beträgt im Gegensatz zum Yerba nur ein bis zwei Minuten. Und bevor die Blätter ihren Geschmack verlieren, können sie mindestens ein Mal mehr aufgegossen werden.

Für wen ist Yerba Maté und für wen grüner Tee die richtige Wahl?

Yerba Maté ist die ideale Wahl für Sie, wenn Sie auf der Suche nach einem Getränk sind, das die Aufmerksamkeit erhöht und die Konzentration verbessert. Oder Sie suchen etwas, um Ihre Ausdauerleistung zu steigern. Außerdem ist es sicher von Vorteil, wenn Sie stärkere Geschmacksrichtungen bevorzugen.

Grüner Tee ist die richtige Wahl, wenn Sie an einem etwas sanfteren Muntermacher interessiert sind. Gleichzeitig versprechen grüne Tees einen milderen Geschmack und es gibt viele verschiedene Mischungen zu kaufen. Oder warum nicht die Getränke wirkungsvoll kombinieren? Gönnen Sie sich morgens belebenden Yerba Maté und nachmittags eine Tasse grünen Tee.


In unserem reinen grünen Tee findet sich die Essenz des Besten, was die Natur zu bieten hat. Für diejenigen, die ein etwas abwechslungsreicheres Geschmackserlebnis bevorzugen, gibt es grüne Tees in verschiedenen Varianten, wie z. B. Süße Aprikose - grüner Tee, der eine zarte Teebasis mit süßen Noten von saftigen Aprikosen verbindet.

 

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